WoO 131 – Erlkönig: Wer reitet so spat durch Nacht und Wind? (Sketch) for Voice and Piano

WoO 131 – Erlkönig: “Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?” (Sketch), 1809–1810. Song in D minor, for voice and piano. Published in Leipzig by Schuberth & Co. (completed by Reinhold Becker, 1897); later in New York by Luckhardt & Belder (completed by Heinrich Zöllner), 1898. Boett. V119 – B. 287/1–14.148 – KH. (WoO) 131 – Biamonti 526.

Two original manuscript sketches of this work survive. The first (preserved in the library of the Paris Conservatoire on a sheet that also contains early sketches for the Bagatelles Op. 119 Nos. 2 and 4, and for a cadenza to the Piano Concerto in B-flat major, Op. 19) was dated by Max Unger to around 1795, and by Nottebohm to between 1800 and 1804. The second, more extensive sketch, is held in the archives of the Gesellschaft der Musikfreunde in Vienna. It was fully reproduced by Nottebohm, who dated it to between 1800 and 1810; it comprises a total of 55 bars (including 8 bars of instrumental conclusion). It occupies the fourth page of a small notebook whose first three pages contain sketches for the melody of Goethe’s “Rastlose Liebe.”

An article by Elsa Bienenfeld in the Neues Wiener Journal of 27 March 1937, discussing the latter work, assigns it to Beethoven’s great “Goethe period” of creativity, namely 1809–1810. It would seem that the same may be said of “Erlkönig”, at least in its second and more developed version. In any case, even though unfinished, this music is a masterpiece.

Text by Goethe:

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er fasst ihn sicher, er hält ihn Warm.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?
Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlekönig mit Kron und Schweif?
Mein Sohn, mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.

“Du liebes Kind, komm, geh’ mit mir,
Gar schöne Spiele spiel’ ich mit dir,
Manch bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch guelden Gewand.”

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Wass Erlenkönig mir leise verspricht?
Sei ruhig, bleibe ruhig mein Kind,
In düren Blättern säuselt der Wind.

“Willst, feiner Knabe, du mit mir geh’n?
Meine Töchter sollen dich warten schön,
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn,
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.”

Mein Vater, mein Vater und siehst du nicht dort
Erlenkönigs Töchter am düstern Ort?
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh’ es genau;
Es scheinen die alten Weiden so grau.

“Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
Und bist du nicht willig so brauch ich Gewalt.”
Mein Vater, mein Vater, jetzt fasst er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids gethan!

Dem Vater grausest’s, er reitet geschwind,
Er hält in den Armen das ächzende Kind,
Erreicht dem Hof mit Mühe und Noth –
In seinen Armen das Kind war todt.

 [By Biamonti Giovanni – Catalogo cronologico e tematico delle opere di Beethoven comprese quelle inedite e gli abbozzi non utilizzati, Torino, ILTE 1968]

The sketches will be featured in an article specially created for the Beethovenian Music Research Center, www.lvbeethoven.org