WoO 137 Lied aus der Ferne: Als mir noch die Träne der Sehnsucht nicht floss, for Voice and Piano
Andante vivace
WoO 137 – “Lied aus der Ferne”: “Als mir noch die Träne der Sehnsucht nicht floss” for voice and piano, 1809, published in Leipzig, Breitkopf and Härtel, February 1810. GA. n. 236 (series 23/22) – Boett. VII/6 – B. 242 – KH. (WoO) 137 – L. IV, p. 348// – No. p. 181 – T. 148.
The original manuscript is preserved in the British Museum. The text of this song is also by Reissig. Beethoven initially treated it in strophic form, based on the theme that was later used in the song described in the preceding number. The present, definitive version is more complex and closely follows the progression of the various poetic moments.
Als mir noch die Träne der Sehnsucht nicht floß,
Und neidisch die Ferne nicht Liebchen verschloß,
Wie glich da mein Leben dem blühenden Kranz,
Dem Nachtigallwäldchen, voll Spiel und voll Tanz!
Nun treibt mich oft Sehnsucht hinaus auf die Höhn,
Den Wunsch meines Herzens wo lächeln zu seh’n!
Hier sucht in der Gegend mein schmachtender Blick,
Doch kehret es nimmer befriedigt zurück.
Wie klopft es im Busen, als wärst du mir nah,
O komm, meine Holde, dein Jüngling ist da!
Ich opfre dir alles, was Gott mir verlieh,
Denn wie ich dich liebe, so liebt’ ich noch nie!
O Teure, komm eilig zum bräutlichen Tanz!
Ich pflege schon Rosen und Myrten zum Kranz.
Komm, zaubre mein Hüttchen zum Tempel der Ruh,
[By Biamonti Giovanni – Catalogo cronologico e tematico delle opere di Beethoven comprese quelle inedite e gli abbozzi non utilizzati, Torino, ILTE 1968]
Official title: W oO 137 Gesang aus der Ferne Lied (B-dur) nach einem Gedicht von Christian Ludwig Reissig für Singstimme und Klavier Widmung: – NGA XII/1 Nr. 38 AGA 236 = Serie 23/22.
Composition and publication: The Lied was probably composed in the second half of 1809, together with other songs drawn from a group of poems by Reissig (Op. 75 nos. 5–6, WoO 138–139). The three original editions appeared in 1810: in February with Breitkopf & Härtel in Leipzig, in July with Artaria in Vienna, and in October with Clementi, Banger, Collard, Davis & Collard in London. The song WoO 137 was written immediately after WoO 138, and its composition may have led to some overlap with the previous song.
It is unclear whether Beethoven’s letters to Breitkopf & Härtel of 3 and 8 August 1809 already refer to WoO 137 (BGA 394, 395), in which he writes: „mit dem nächsten Postwagen erhalten sie ein oder noch ein anderes Lied“ and „Ich habe Bey Hr. Kunz und Kompagnie f…] 2 Deutsche Lieder oder gesänge abgegeben, damit man ihnen diese bald möglichst übermache“. The fact that WoO 137 was sent by Beethoven’s brother, Kaspar Karl, to Breitkopf & Härtel (BGA -221) at the end of January 1810 can be inferred from Beethoven’s letter to the Leipzig publishers dated 4 February 1810, where the title of the song is mentioned for the first time: Der „Gesang in der ferne, den ihnen mein Bruder neulich schickte, ist von einem Dilettanten wie sie ohnedem werden gemerkt hären, welcher mich dringend ersucht, ihm Musik dazu zu sezen, nimmt sich aber auch die Frey-r.eit diese A.[rie] stechen zu laßen, ich habe daher gedacht sogleich ihnen einen Beweiß meiner r reundschaftlichen Gesinnung zu geben, indem ich es ihnen mittheile, ich hoffe, sie werden es ; eich bey erhaltung zum stechen gegeben, sie können es dann hieher und wo immer schicken v. enn sie recht eilen ist die A[rie] eher hier als sie hier herauskommen kann, bey Artaria weiß ich sicher, daß sie herauskommen wird – ich habe die A[rie] bloß aus gefälligkeit geschrieben, und so ubergebe ich sie auch ihnen“ (BGA 423).
The Artaria edition, which includes WoO 137 in a collective publication of various poems by Reissig, both by Beethoven and other composers, appeared in July 1810. The original Leipzig edition by Breitkopf & Härtel, however, was already released in May of the same year.
Beethoven apparently was not aware of its publication, since on 15 October 1810 he wrote to the publisher: „sie sollten ,den Gesang aus der Ferne* […] nun gleich herausgeben Wenn’s noch nicht erschienen ist, die Poesie ist von diesem lumpen Reißig, damals war es noch nicht heraus, und es währte beynahe ein halbes Jahr, bis dieser Lump es ,wie er sagte’ nur für seine Freunde gestochen gab bey artaria – ich schickte es ihnen auf der Briefpost und erhielt statt Dank stank“ (BGA 474). In a postscript to this letter, he vehemently denies that the poet ever paid him anything for these compositions: „Es ist eine Abscheuliche Lüge, daß mir Herr Rittmeister Reißig je etwas bezahlt habe für meine Kompositionen, ich habe sie ihm aus freundschaftlicher Gefälligkeit komponirt“.
Nevertheless, on the engraver’s copy of the original Vienna edition there is an inscription, in an unknown hand, indicating a payment between Reissig and Beethoven: „Dieße Abschrift hat Beethoven mit eigenen Bemerkungen an Reisig verkauft und Reisig — hat an uns wieder verkauft“.
Opp. 73–78, Op. 82, and the pieces WoO 136, 137, and 139 were part of an agreement between Beethoven and Muzio Clementi (probably during Clementi’s stay in Vienna from 1808 to 1810) aimed at publishing the works simultaneously as original editions in London and in Leipzig or Vienna.
Text: Christian Ludwig Reissig (1783–1847). Beethoven may have received the poem in Reissig’s own handwriting, since these verses were not included until 1815 in the third edition of Reissig’s poetry collection Blümchen der Loneliness.
First performance: unknown.
The sketches will be featured in an article specially created for the Beethovenian Music Research Center, www.lvbeethoven.org






